Aktuelle Lage in der Pfarreiengemeinschaft Ottobeuren - Änderungen: 27.04.2020 | 12:17

Neuigkeiten am 27.04.2020

Veranstaltungen/Zusammenkünfte/Konferenzen und Sitzungen u. ä., unabhängig ob im rein dienstlichen oder pfarrlichen Kontext, sind weiterhin bis 31.05.2020 nicht möglich. Nötige Abstimmungen und Absprachen sind weiterhin per Telefon bzw. digital vorzunehmen.


 

Telefonseelsorge

Liebe Angehörige der Pfarreiengemeinschaft Ottobeuren,
wir stecken gerade in schwierigen Zeiten! Nicht nur Corona, sondern auch private Lebenssituationen und - umstände können uns ganz schön zu schaffen machen. Auch positiv denkende Menschen kommen da zwischendurch an ihre Grenzen.

Deshalb möchte ich gerne eine Möglichkeit schaffen, mit Ihnen/euch Kontakt zu halten. Ich habe aus diesem Grund eine Telefonnummer installiert, unter der Ihr/Sie mich (fast) jederzeit erreichen könnt Die Nummer lautet: 08332/413521.

Sollte Bedarf an einem Hausbesuch bestehen (natürlich unter Einhaltung der Coronaschutzmaßnahmen), dann melden Sie sich unter der gleichen Telefonnummer.

„Du kannst nicht weiter fallen, als in Gottes Hand“

Ich wünsche Ihnen und euch eine gesegnete Zeit!

Silvia Diebolder
(pastorale Mitarbeiterin PG Ottobeuren)

Mit Herz und Verstand

Liebe Schwestern und Brüder unserer Pfarreiengemeinschaft, liebe Bürgerinnen und Bürger,
in dieser besonderen Situation der sog. Pandemie, da das Corona-Virus weiter um sich greift, sind wir gehalten, staatlichen wie kirchlichen Anordnungen sorgsam Folge zu leisten, um das Ansteckungsrisiko zu minimieren.
Es gilt jetzt mit Herz und Verstand die Situation gemeinsam anzugehen. In den Medien erfahren Sie die aktuellen staatlichen Verordnungen.
Bitte informieren Sie sich gründlich und übernehmen Sie Verantwortung gegenüber sich selbst wie gegenüber anderen.

Bis auf Weiteres sind alle Gottesdienste abgesagt (Messintentionen werden sobald möglich nachgeholt). Die Gläubigen sind von der Sonntagspflicht entbunden. In der Benediktinerabtei Ottobeuren wird die Konventmesse unter Ausschluss der Öffentlichkeit täglich im Kapitelsaal in den Anliegen von Kirche und Welt gefeiert. Untertags bleiben die Kirchen zum persönlichen Gebet vor dem Tabernakel geöffnet. Zusammenkünfte, auch im kleinsten Kreis, sind jedoch wegen der hohen Ansteckungsgefahr unbedingt zu vermeiden.
Wir laden Sie herzlich ein, da die sozialen Kontakte auf das Nötigste eingeschränkt werden sollen, Zuhause Ihr persönliches Gebet zu intensivieren und den Kontakt mit Gott vermehrt zu suchen.
Eine wirkliche Hilfe können hier die Gottesdienste in Radio, Fernsehen sowie Internet sein. Empfehlungen haben wir weiter unten für Sie zusammengestellt.
Außerdem empfehlen wir die sog. „Geistliche Kommunion“ * und den Familienrosenkranz zu pflegen.

Notbetreung für Kinder -  Änderungen (Stand 22.4.20)
Der Gesetzgeber hat den Anspruch auf Betreuung eines Kindes gelockert. Anspruch haben Alleinerziehende oder wenn ein Elternteil systemrelevant arbeitet
. Da sich permanent Änderungen ergeben bitten wir Sie die Veröffentlichungen in Tagespresse und Nachrichten der öffentlich-rechtlichen Fersehsender zu verfolgen. Im Zweifelsfall fragen Sie einfach in Ihrer KITA nach.

Elternbeiträge für Kinderbetreuung in KITA's (Stand 22.4.20)
Leider wissen wir in der Regel nur das, was Sie in der Presse erfahren. Wir bemühen uns, Sie an dieser Stelle so schnell als möglich über die tatsächliche Vorgehensweise beim Erlass von Elternbeitragen zu informieren.

Krankensalbung/Krankenkommunion
Ist bis auf weiteres in gewohnter Weise möglich.

 

Beerdigungen können vorgenommen werden, jedoch gibt es auch hier Einschränkungen
Die kirchliche Beisetzung mit einem Geistlichen wird lediglich auf dem Friedhof und im Freien stattfinden. Es darf kein Weihwasser gegeben werden, die Anwesenden müssen den Mindestabstand zueinander einhalten. Dies gilt bis wir andere Weisungen erhalten.. Ein Gottesdienst in Zusammenhang mit der Beerdigung kann nicht stattfinden (wird zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt), auch ein gemeinsames Rosenkranzgebet kann nicht stattfinden. Für die Beisetzung gilt Mindestabstand von 1,5 m einhalten, der Personenkreis ist auf engste Angehörige beschränkt (max. 15 Personen). Das Trauergespräch mit einem Geistlichen ist auch telefonisch möglich. Im Trauerfall wenden Sie sich bitte an das Pfarrbüro 08332/798-100 oder an die Klosterpforte der Benediktinerabtei Tel. 08332/798-0.


Taufen, Trauungen und Erstkommunionen entfallen laut Bistumsleitung bis einschließlich 01.06.2020.
Veranstaltungen/Zusammenkünfte/Konferenzen und Sitzungen u. ä., unabhängig ob im rein dienstlichen oder pfarrlichen Kontext, sind weiterhin bis 31.05.2020 nicht möglich. Nötige Abstimmungen und Absprachen sind weiterhin per Telefon bzw. digital vorzunehmen.

Entfallen müssen in allen Pfarrei-und Filialkirchen sowie Kapellen:

  • Trauungen
  • Gottesdienste bei Beerdigungen (siehe Sonderregelung)
  • Taufen (Familien erhalten vom Pfarrbüro neue Terminvorschläge)
  • Hochzeiten (bitte telefonisch mit dem Pfarrbüro Kontakt aufnehmen)
  • Erstkommunion (neue Termine folgen; Familien erhalten Info vom Pfarrbüro)
  • Vorbereitungstreffen zu Erstkommunion und Firmung
  • Ottopray
  • Rosenkranzgebet, Betstunden
  •  Ökumenisches Friedensgebet
  • Eucharistische Anbetung und Stille Anbetung
  • Beichtgelegenheiten
  • Kinder-, Familien- und Jugendgottesdienste
  • Andachten, Meditationen, Kreuzwege, Prozessionen
  • Taufgespräch
  • Die Pfarrbücherei ist geschlossen
  • Die Räume der Pfarrheime St. Michael und St. Georg sind bis auf weiteres geschlossen und stehen für Treffen NICHT zur Verfügung. Sämtliche Veranstaltungen sind abgesagt.

Von Herzen wünsche ich Ihnen allen
Gottes Segen und die Gesundheit an Leib und Seele.

Ihr Pater Christoph Maria Kuen OSB, Pfarrer

 

*Geistliche Kommunion: Diese bedeutet den Empfang des Leibes Christi durch das innere Verlangen nach Jesus Christus im Gebet und die dadurch entstehende geistliche Gemeinschaft der Kirche.

Ein Arzt in der Lombardei (Julian Urban, 38 Jahre) hat geschrieben (übersetzt von Wilfried Hagemann aus einer italienischen Internetseite, die unten auch angegeben ist):

Niemals, auch nicht in dunkelsten Alpträumen, hätte ich mir vorgestellt, zu sehen und zu erleben, was hier in unserem Krankenhaus seit drei Wochen vor sich geht. Der Fluss dieses Alptraums wird immer größer. Zuerst kamen einige, dann Dutzende und dann Hunderte und jetzt sind wir nicht mehr zuerst Ärzte, nein wir sind zu Sortierern auf dem Band geworden und wir entscheiden, wer leben und wer nach Hause geschickt werden soll, um zu sterben ...

Bis vor zwei Wochen waren meine Kollegen und ich Atheisten. Es war völlig normal, dass wir es waren, die Wissenschaft schloss für mich die Gegenwart Gottes aus. Ich habe immer darüber gelacht, dass meine Eltern in die Kirche gingen.

Vor neun Tagen kam ein 75 Jahre alter Priester zu uns. Er war ein freundlicher Mann, hatte ernsthafte Atemprobleme, hatte aber die Bibel dabei. Es beeindruckte uns, dass er sie den anderen vorlas und die Sterbenden an der Hand hielt. Wir waren alle zu müde, entmutigt, psychisch und physisch fertig, um die Zeit zu haben, ihm zuzuhören.

Jetzt aber müssen wir es zugeben: Wir als Menschen sind an unsere Grenzen gekommen. Wir sind erschöpft, wir haben zwei Kollegen, die gestorben sind, andere von uns wurden infiziert.

Wir erkannten, dass wir Gott brauchen. Wir bitten Ihn nun um Hilfe, wenn wir ein paar freie Minuten haben. Wir reden nun miteinander und können es noch nicht glauben, dass wir als wilde Atheisten jetzt jeden Tag auf der Suche nach unserem Frieden sind und den Herrn bitten, uns zu helfen, uns Kraft zu schenken, damit wir uns um die Kranken kümmern können. Gestern ist der 75-jährige Priester gestorben. Obwohl es in unserem Krankenhaus in 3 Wochen über 120 Todesfälle gegeben hatte und wir alle erschöpft und verstört sind, hatte es dieser Priester unter seinen Bedingungen trotzdem geschafft, uns einen FRIEDEN zu bringen, den wir nicht mehr zu finden hofften.

Der Hirte ging zum Herrn und bald werden wir ihm auch folgen, wenn das hier so weitergeht. Ich war seit 6 Tagen nicht mehr zu Hause, ich weiß nicht, wann ich das letzte Mal gegessen habe. Ich erkenne meine Wertlosigkeit auf dieser Erde an und ich möchte meine letzten Atemzug erst machen, nachdem ich anderen geholfen habe. Ich bin froh, zu Gott zurückgekehrt zu sein, während ich vom Leiden und Tod meiner Mitmenschen umgeben bin." (https://www.gacetacristiana.com.ar/testimonio-del-medico-iulian-urban-de-38-anos-es-doctor-en-lombardia-italia/).

Lasst einander nicht allein - Wort der Ermutigung
von Betram Meier

Gebete und Gebetshilfen

Verschiedene Vorlagen für Hausgottesdienste 

https://bistum-augsburg.de/Hauptabteilung-III/Institut-fuer-Neuevangelisierung/Geistliche-Hilfen-Corona

Auf der Homepage der Abtei Ottobeuren können Sie Gebetsanliegen anonym an die Brüder der Abtei senden.

Litanei zum Heiligen Josef

Gebetsaktion hl. Corona: Corona Novene

Gebetsnetzwerk "Einfach gemeinsam beten" - erhalte jeden Tag einen kurzen Audioimpuls für das Gebet und Meditation

Auf der Homepage der Abtei Ottobeuren können Sie Gebetsanliegen anonym an die Brüder der Abtei senden.

Maria,
Stern der Frohen Botschaft!
Du hast das Wort Gottes als Erste
bereitwillig aufgenommen und Ja dazu gesagt,
dass es zur Welt kommen konnte.
Mache uns zu aufmerksamen Hörerinnen und Hörern des Wortes
und zu mutigen Zeuginnen und Zeugen Jesu, deines Sohnes,
des einzigen Lehrers und Retters der Welt.
Dir, Mutter der göttlichen Liebe,
vertrauen wir das pilgernde Gottesvolk von Augsburg an
mit seinen Möglichkeiten und Problemen,
mit seinen Freuden, Ängsten und Hoffnungen.
Wir empfehlen dir die Familien,
die Kranken, die Alten, die Alleinstehenden.
In deine guten Hände betten wir
die Erwartungen und Wünsche der Jugendlichen.
Vor allem legen wir dir das Anliegen ans Herz,
dass sich durch deine Fürsprache
die Zahl der Arbeiter im Weinberg des Herrn mehre.
Mögen die jungen Menschen
die Berufung zum Priester und für ein Leben nach den evangelischen Räten,
deren die Welt so dringend bedarf,
in ihrer Schönheit neu schätzen lernen.
O Maria, sprich mit deinem Sohn!
Sprich mit ihm über unser schwieriges „Heute“.
Stelle uns Jesus Christus vor,
den wir einladen als Begleiter auf dem Weg,
den wir gemeinsam gehen wollen,
damit das Evangelium in unserer Heimat eine Zukunft hat.
Diese Zukunft beginnt jetzt.
Hilf uns, dass wir uns heute für Christus entscheiden.
Bewahre uns davor, Schaden zu nehmen an Seele und Leib.
O Mutter der Kirche von Augsburg!
Hilf uns, mit der Frohen Botschaft im Herzen
das schwierige „Heute“ zu bestehen,
damit wir miteinander das Ziel erreichen,
das dein Sohn selber ist:
der starke Gott, Friedensfürst und Heiland der Seelen.
Amen.
Bertram Meier, ernannter Bischof von Augsburg

Gott,
du bist die Quelle des Lebens.
Du schenkst uns Hoffnung und Trost in schweren Zeiten.
Dankbar erinnern wir uns an deinen Sohn Jesus Christus, der viele Menschen in deinem Namen heilte und ihnen Gesundheit schenkte.
Angesichts der weltweiten Verbreitung von Krankheit und Not bitten wir dich: Lass nicht zu, dass Unsicherheit und Angst uns lähmen.
Sei uns nahe in der Kraft des Heiligen Geistes. Lass uns besonnen und verantwortungsvoll handeln und unseren Alltag gestalten.
Schenke uns Gelassenheit und die Bereitschaft, einander zu helfen und beizustehen.
Sei mit allen, die politische Verantwortung tragen. Sei mit allen, die gefährdete und kranke Menschen begleiten und sie medizinisch versorgen.
Lass uns erfinderisch sein in der Sorge füreinander und schenke uns den Mut zu Solidarität und Achtsamkeit. Gott, steh uns bei in dieser Zeit, stärke und segne uns.
Amen.

P. Norbert M. Becker MSC

Corona – Litanei (von Jacqueline Keune)

Abgesagt
Haydn, Mozart und Schubert
dirigiert von Marek Janowski
Nicht abgesagt
das Cellospiel im 3. Stock
das Lied der Amsel

Abgesagt
die Lesung des Literaten
Nicht abgesagt
das Vorlesen des abendlichen Gedichts
die Gute-Nacht-Geschichte für die Kleinen

Abgesagt
der Traum von den Malediven
Nicht abgesagt
das Träumen von
der neuen Erde
dem neuen Himmel

Abgesagt
der Gottesdienst
Nicht abgesagt
das Flüstern mit Gott

Abgesagt
der Tulpenstrauß auf dem Küchentisch
Nicht abgesagt
das Blühen und Bersten
das Keimen und Knospen

Abgesagt
das Hochzeitsfest
Nicht abgesagt
die Liebe

Abgesagt
die Trauerfeier
Nicht abgesagt
die Auferstehung

Tipps für den Alltag in Zeiten vom Corona-Virus

  • Reduzieren Sie Sozialkontakte soweit wie möglich.
  • Es gilt ältere Menschen und Menschen mit Vorerkrankung zu schützen. 
  • Die katholische Arbeitnehmerbewegung bietet Gesprächsmöglichkeiten und weitere Hilfen an.
  • Christ sein leben im Alltag
    • digitale Angebote nutzen. Wir haben ihnen Tipps weiter unten zusammmengestellt.
    • Bibel lesen und Meditation des Gelesenen zu Hause
    • Werke der Nächstenliebe soweit möglich. Die VG Ottobeuren hat dazu eine Koordinierungsstelle eingerichtet, an die Sie sich wenden können um Menschen zu unterstützen, die dringend Hilfe benötigen. Frau Isolde Stock, die Quartiersmanagerin, hilft Ihnen weiter:
      08332 / 9219-40
      isolde.stock@ottobeuren.de

      Aushang "Niemand wird allein gelassen"
    • privates Gebet aufleben lassen
    • Verantwortung als Christ in der Gesellschaft übernehmen

Kirche digital - Empfangshinweise

Do-It-Yourself Behelfs-Mund-Nasen-Maske

Renate hat uns dieses Video zum Nähen einer  Behelfs-Mund-Nasen-Maske zukommen lassen. Wir fanden es so klasse, dass wir es euch nicht vorenthalten wollten.

Materialliste:
Dicht gewebter Baumwollstoff waschbar bei mind. 60 Grad Celsius. Ideal sind dichte Stoffe für Kochwäsche.
1x Stoffteil 17 x 34 cm
2x Stoffteil 6 x 11 cm
1x Draht 16 cm
2x Gummibänder 28 cm
1x Schrägband 16 cm

Hinweis:
Man schützt sich selber vor Schmierinfektion, da man mit den Händen nicht ins Gesicht fassen kann. Zusätzlich reduziert man beim Atmen/Husten die ausgestoßene Tröpfchenmenge und reduziert somit eine Ansteckung der Anderen.
Sprich auch täglich mindestens ein Gebet, damit sich die Situation bald zum Guten dreht.